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Jugendarbeit und Schule

Kreisjugendring-Vorstand beschließt Position zur Kooperation von Jugendarbeit und Schule

Vorstandssitzung 03.12.2008

Die bayerischen Schulen verändern sich seit mehreren Jahren kontinuierlich. Mit G8, gebundener und offener Ganztagsschule, dem Programm Jugendsozialarbeit an Schulen und weiteren Entwicklungen sind nicht nur die Schulen konfrontiert, sondern auch alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und Zeit verbringen. Die Veränderungen sind auch für die Jugendarbeit von Bedeutung, weil es darum geht, was Kinder und Jugendliche am Nachmittag tun (können.)  

Der Kreisjugendring Haßberge begrüßt und unterstützt die kontinuierliche Weiterentwicklung von Angeboten schulbezogener Jugendarbeit an den Orten, wo Jugendarbeit und Schule Interesse aneinander haben und Kinder und Jugendliche von der Zusammenarbeit profitieren. 

Damit Jugendarbeit und Schulen stärker kooperieren können, müssen folgende Bedingungen geschaffen werden: 

  • Gegenseitiges Kennen lernen: Angebote, Träger und Einrichtungen der Jugendarbeit stellen sich an den Schulen vor, z.B. Infoständen bei Schulfesten, Besuch der Lehrerkonferenz, Projekttagen. Lehrer und Schüler besuchen Angebote und Einrichtungen der Jugendarbeit vor Ort
  • Schulbezogene Jugendarbeit ist kein Ersatz für eingeführte, bewährte Angebote und Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit. Um schulbezogene Jugendarbeit leisten zu können, ist hauptberufliche Unterstützung unabdingbar. Es müssen personelle, konzeptionelle und finanzielle Rahmenbedingungen auf- und ausgebaut werden.
  • Beteiligung der Schülerinnen und Schüler steht im Mittelpunkt (u.a. durch Kontakte zur SMV)
  • Geeignete Themen und Methoden für die Zusammenarbeit müssen gefunden werden.
  • Eigenes unverwechselbares Profil der Kooperation entwickeln, das hilft, die eigenen Ziele konsequent zu verwirklichen und davon abweichende Erwartungen zurückzuweisen
  • Jugendarbeit und insbesondere Gruppenstunden finden überwiegend während der Woche statt. Um zu verhindern, dass Angebote der Jugendarbeit nur noch am Wochenende stattfinden können, müssen Nachmittage für Gruppenstunden an den Wochentagen freigehalten werden. Ganztagsschulen sollen daher nur ein Angebot darstellen, das nicht verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler ist. 
 
Schule kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Kinder und Jugendliche die Bereitschaft entwickeln, sich bürgerschaftlich zu engagieren. In gemeinsamen Projekten von Schulen und Kooperationspartnern (Jugendarbeit!!) lernen Schülerinnen und Schüler, Verantwortung zu übernehmen, und machen die Erfahrung, dass sie mit ihrem Handeln etwas bewirken können.

Hier kann die Jugendarbeit ein wichtiges Lern- und Arbeitsfeld sein.

 

 
     


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