Ein Abend voller Abschiede und Neuanfänge

 

 

 

 

 

 

 

 

Digitale Herbstvollversammlung und großer Wechsel nach 12,5 und 18 Jahren

 

Ganz im Zeichen des Abschieds und der Dankbarkeit stand die Vollversammlung des Kreisjugendrings Haßberge (KJR). Gleich zu Beginn stellten MdL Steffen Vogel und Jugendamtsleiter Christoph Schramm, im Namen des Landrats Wilhelm Schneider, in ihren Grußworten dar, dass die Nachfolge von Daniel Fischer große Fußstapfen beim KJR zu füllen haben wird. Sie hoben hervor, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, über so viele Jahre hinweg so zeitintensiv und engagiert ein Ehrenamt auszufüllen. Sie lobten die Arbeit des KJR sowie die Fülle an Aktivitäten und betonten die Wichtigkeit des Jugendrings für die Kinder und Jugendlichen im Landkreis Haßberge.

 

Nach der Vorstellung und Begrüßung der neuen Geschäftsführerin und Kreisjugendpflegerin Eva Pfeil verabschiedete Daniel Fischer den ehemaligen Geschäftsführer Frank Kupfer-Mauder, welcher im September nach fast 18 Jahren die Stelle gewechselt hatte. Daniel Fischer äußerte seine große Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit und die geleistete Arbeit. In gewohnt humorvoller Art gab er den Anwesenden einen kleinen Einblick in die vielen gemeinsamen Erlebnisse. Dabei kam er auch auf nicht selbstverständliche Leistungen, zusätzliche ehrenamtliche Stunden und schwierige Aufgaben zu sprechen. „Nach 18 Jahren in der Jugendarbeit, an der Front, muss irgendwann die Entscheidung getroffen werden, ob man auf ewig `berufsjugendlich´ bleibt oder nochmal etwas Neues versucht.“ Frank Kupfer-Mauder hat sich für Letzteres entschieden. Als Abschiedsgeschenk erhielt er unter anderem ein Buch, in welches sich viele Weggefährten der vergangenen 18 Jahre eingetragen haben.

 

Die 34 anwesenden Delegierten und 19 Gäste führte Daniel Fischer in gewohnt lockerer Art durch seine letzte Vollversammlung. Zustimmung von den anwesenden Delegierten erhielt die KJR-Vorstandschaft für den Arbeitsbericht 2019 und die Jahresrechnung 2019, zu welcher KJR-Geschäftsführerin Eva Pfeil kurz die wichtigsten Entwicklungen darstellte. Nach der Vorstellung des Prüfberichtes durch Rechnungsprüfer Bernd Wagenhäuser wurde die Vorstandschaft von den Delegierten entlastet.

 

Aufgrund des coronabedingten Ausfalls der Frühjahrsvollversammlung musste die Neuwahl auf den Herbst 2020 verschoben werden. Vorstandsmitglied Lisa Erlenwein stellte sich aufgrund privater Veränderungen nicht mehr zur Wahl. Daniel Fischer bedankte sich für ihr Engagement und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute. Anschließend verabschiedete sich Daniel Fischer selbst schweren Herzens von den Anwesenden. Grund für seinen Abschied ist die Satzung des BJR. Sie sieht vor, dass Vorstandsvorsitzende maximal 12 Jahre ihr Amt begleiten dürfen. Daniel Fischer beschrieb in Auszügen, was im Laufe seiner 6 Amtsperioden angestoßen und umgesetzt wurde. Von Einteilung der Vorstandsmitglieder in Ressortverantwortliche, Klausurtagungen, über ein neues Leitbild, einen neuen Grundlagenvertrag mit dem Landkreis, bis hin zum Corporate Design und dem „Spezialitäten-Verleih“. Mit 19 verschiedenen Vorstandsmitgliedern hatte er in seiner Amtszeit die Geschicke des KJR geleitet. Daniel Fischer bedankte sich bei den vielen Wegbegleitern für die konstruktive, lösungsorientierte und gute Zusammenarbeit und das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Und natürlich bedanke ich mich bei allen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen, die in unserem Landkreis Jugendarbeit leisten. Eure Tätigkeit ist nicht hoch genug zu bewerten!“ Er wünschte allen alles Gute und der neuen Vorstandschaft gutes Gelingen. „Mir hat die Tätigkeit immer sehr viel Spaß gemacht und ich verspreche natürlich, dass ich dem Jugendring immer verbunden bleiben werde – wenn ihr mich braucht, wisst ihr wo ihr mich findet!“

 

Thomas Wagenhäuser, stellvertretender Vorsitzender, verabschiedete sich im Namen der Vorstandschaft und der Geschäftsstelle bei Daniel Fischer. „Aufgrund von `Coronas-Gnaden´, wie du es selbst bezeichnet hast, wirst du vermutlich als der Vorsitzende in die Geschichte eingehen, der am längsten die Geschicke des Kreisjugendrings lenken durfte. Ein halbes Jahr länger als geplant und zugelassen. Wir sind aber nicht böse darum.“ Er führte Anekdoten und besondere Erlebnisse aus und kam dabei sowohl auf Daniel Fischers berühmtberüchtigte Sitzungen und Vollversammlungen in Rekordgeschwindigkeit, als auch auf seine häufigen berufsbedingten Auslandsaufenthalte zu sprechen: „Oft wusste die Geschäftsstelle gar nicht, wo genau du dich gerade aufhältst und in welcher Zeitzone. Shanghai, Mexiko, USA, Tschechien, Rumänien, Marokko,… Eigentlich warst du nie da, aber trotzdem immer per Telefon und E-Mail für uns erreichbar.“ Neben verschiedenen Geschenken überreichte Thomas Wagenhäuser im Namen des BJR-Präsidenten Matthias Fack eine Auszeichnung für Daniel Fischers hervorragende Verdienste in der Jugendarbeit. „Wir sind froh, dass wir dich die letzten 12,5 Jahre als Vorsitzenden in der Familie des Kreisjungendrings Haßberge hatten. Es hat sehr viel Spaß mit dir gemacht. Vielen herzlichen Dank für deine Arbeit und Zeit, die du für uns und den Landkreis Haßberge investiert hast!“

 

Bei der anschließenden Neuwahl wurde mit großer Mehrheit der Stimmen der bisherige stellvertretende Vorsitzende Thomas Wagenhäuser zum Nachfolger von Daniel Fischer gewählt. Thomas Wagenhäuser ist bereits seit 2014 in der KJR-Vorstandschaft, als Geschäftsführer der Gemeinde Sennfeld tätig, wohnt in Aidhausen und ist verbandlich in der BSJ angesiedelt. Ebenfalls mit großer Mehrheit wurde Susanne Makowski aus Ebelsbach zu seiner Stellvertreterin gewählt. Sie ist bereits seit 2009 in der KJR-Vorstandschaft und ebenfalls Delegierte der BSJ. Bei der Wahl der Beisitzerinnen und Beisitzer wurden die bisherigen Mitglieder Petra Erickson (Feuerwehrjugend), Benjamin Gerschütz (BDKJ), Jürgen Krell (CVJM, EJ), Carsten Stark (Feuerwehrjugend) und Wolfgang Winter (RdP) in ihrem Amt bestätigt. Neu dazu kamen Annette Breunig aus Oberhaid und Caroline Petersen aus Haßfurt. Beide sind verbandslos und zeigten sich voller Vorfreude auf ihre zukünftige Tätigkeit.

 

Im Nachgang der Wahl stellte Thomas Wagenhäuser die Arbeitsplanung 2021 vor. Für die „Befristete Änderung der Förderrichtlinien“ und die Haushaltsplanung 2021 übergab er das Wort an Eva Pfeil. Sie erklärte den Vorschlag der Vorstandschaft, verschiedene Punkte der Förderrichtlinien aufgrund coronabedingt übriger Zuschussmittel befristet abzuändern. Die Delegierten stimmten den Änderungen zu – sodass nun z.B. 2021 die Durchführung von Freizeiten oder Tagesmaßnahmen sowie die Anschaffung von Arbeitsmitteln stärker bezuschusst werden können. Die ZPL-Mittel werden für das Jahr 2021 verdoppelt. Das Haushaltsvolumen 2021 liegt bei insgesamt 164.000 Euro.

 

Am Ende der Vollversammlung verwies Thomas Wagenhäuser noch auf verschiedene Punkte wie z.B. den Cocktailwettbewerb der Kommunalen Jugendarbeit „Sei dabei. Alkoholfrei!“, den für den 04.02.2021 geplanten „Infoabend Zuschusswesen“ sowie die Ausschreibung vom „Inklusiven Zeltlager 2021“, welches in Kooperation mit der Lebenshilfe e.V. durchgeführt wird. Ab 2021 gibt es im Verleih erstmals zwei Faltpavillons. Zudem können 2020 coronabedingt angefallene Stornokosten bezuschusst werden. ZPL-Anträge sowie Zuschüsse zu Arbeitsmitteln 2020, die bis 15.12.2020 an den KJR gestellt werden, werden heuer noch bearbeitet und ausgezahlt.

 

Aufgrund von Corona gab es für die Herbstvollversammlung die Herausforderung, zwei Vollversammlungen auf einmal durchzuführen – und erstmals alles digital. Thomas Wagenhäuser zeigte sich erfreut, dass alles so gut geklappt hat und bedankt sich herzlich beim Bezirksjugendring Unterfranken für die Unterstützung und den technischen Support.