Inklusives Zeltlager reist um die Welt

30. Ausgabe des Inklusiven Zeltlagers des KJR Haßberge

“In 8 Tagen um die Welt”

Bereits bei der gemeinsamen Fahrt zum CVJM Zeltplatz in Burglesau wurde es für die 40 Teilnehmer*innen des Inklusiven Zeltlagers spannend. Sie lernten unterwegs Mr. Fix kennen. Er wettete, dass es die Kinder nicht in 8 Tagen um die Welt schaffen. Ganz klar, dass die Teilnehmer*innen die Wette gegen Mr. Fix gewinnen wollten. Der Verlierer der Wette hatte die Aufgabe, am Ende der Reise eine Party auszurichten. Gemeinsam mit dem Zeltlagerteam machten sich die 40 Teilnehmer*innen auf eine spannende Reise um die Welt.

 

Zu Beginn wurden für alle die notwendigen Reisepässe ausgestellt, welche im jeweiligen Land abgestempelt werden mussten. Die Kinder reisten mit dem Schiff, welches sie jeden Morgen in ein anderes Land brachte. Im Laufe der 10 Tage besuchten die Kinder auf diese Weise Ägypten, Indien, China, Australien, USA, Atlantis, Italien und Deutschland. Für die notwendige Stärkung sorgte das Küchenteam, welches den Reisenden jeden Tag zum jeweiligen Land passendes Essen zubereitete. So gab es z.B. Falafelwraps in Ägypten, Curry in Indien, Burger in den USA oder Fischstäbchen in Atlantis.

 

Das ehrenamtliche Team um Nina Brech (KJR Haßberge) und Dorothee Weißenseel (Lebenshilfe Haßberge), hat sich wieder eine Menge einfallen lassen. Weit im Voraus wurde das streng geheime Motto festgelegt, kreativ ausgestaltet und in aufregende Erlebnisse für die teilnehmenden Mädchen und Jungen umgesetzt. „Alle Aktionen werden mit viel Spaß und Humor durchgeführt. Was auch dem Leitgedanken des Inklusiven Zeltlagers entspricht: `Jeder Mensch ist anders und hat seine eigenen Stärken und Schwächen´.“, schildert Eva Pfeil, KJR-Geschäftsführerin.

 

„Die Aktivitäten beim Inklusiven Zeltlager sind alle so aufgebaut, dass sie nur gemeinsam in der Gruppe gelöst werden können. Inklusion wird von Beginn an gelebt, ein Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung ist für uns selbstverständlich.“, berichtet Nina Brech. Bei der Umsetzung können sich die beiden Lagerleiterinnen voll und ganz auf ihr Team verlassen. Ganz nach dem Motto „Geht nicht – gibt´s nicht!“ arbeiten die Ehrenamtlichen mit vollem Engagement für die Sache des Inklusiven Zeltlagers.

 

Deutlich wird das auch an den selbstgeschriebenen Theatereinlagen, den phantasievollen Kostümen oder den Konstruktionen bzw. Bühnenaufbauten, welche manchmal bis in die frühen Morgenstunden gebastelt werden. Das Team arbeitet dabei Hand in Hand. „Wir wollen den Kindern Gemeinschaft vorleben, damit diese sich an uns als Vorbild orientieren können“, erklärt Dorothee Weißenseel. Unterstützung bekommt das knapp 20-köpfige Team im Hintergrund aus der KJR-Vorstandschaft von Petra Erickson, Caroline Petersen und von KJR-Geschäftsführerin Eva Pfeil.

 

Spannung darf beim Inklusiven Zeltlager natürlich nicht fehlen. „Die Teilnehmer*innen wurden von ihrem Gegner Mr. Fix stark gefordert. Er stellte ihnen Aufgaben, die in den einzelnen Ländern erfüllt werden mussten und sabotierte zwischendurch auch ihre Reise.“, verrät Nina Brech. So wurde z.B. in Australien das Steuerrad des Schiffs gestohlen und die Kinder mussten im Rahmen vom „Bergfest“ bei verschiedenen Stationen Lösegeld erspielen.

 

 

Viele kinder- und jugendgerechte Aktivitäten sorgten für Unterhaltung und eine abwechslungsreiche Zeit: Ein Wandertag, ein Besuch des Trebgaster Badesees, das traditionelle große Lagerspiel, mehrere Picknicks, thematisch passende Workshops, ein bunter Abend,… Natürlich durften auch eine Lagerdisco und die tägliche „Zahnbutzbaddy“ nicht fehlen.

 

Das gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Haßberge ausgearbeitete Schutz- und Hygienekonzept mit „Teststrategie“, ermöglichte ein den Umständen entsprechend normales Zeltlager. Die regelmäßig vom BRK Haßberge und Scheßlitz durchgeführten Corona-Tests bei Team und Teilnehmer*innen konnten thematisch gut in die Weltreise integriert werden („Malariatest“, „Tollwuttest“, „Nudelallergietest“,…).

 

Und wie ging die Geschichte aus? „Auf ihrer letzte Etappe wollten die Kinder mit dem Zug fahren. Aufgrund des Bahnstreiks war das aber nicht möglich. Sie mussten sich daher beim Nachtstationslauf einen Klappstellerator besorgen, damit ihr Schiff beschleunigt werden kann, sie rechtzeitig in Deutschland ankommen und die Wette gewinnen… Ein spannendes Rennen gegen die Zeit! Aber die Kinder haben es in letzter Sekunde geschafft. Sie haben die Wette gewonnen und ihren Erfolg mit einer großen Party gefeiert!“, verrät Nina Brech.

 

Das Inklusive Zeltlager 2021 wird durch den Bayerischen Jugendring aus Mitteln des Bezirks Unterfranken gefördert.

 

Das gemeinsame Zeltlager von Kreisjugendring Haßberge und Lebenshilfe Haßberge e. V. fand 2021 bereits zum 30. Mal statt. Die Feierlichkeit wird 2022 nachgeholt. 2021 wurde das Inklusive Zeltlager erstmals nicht auf dem Jugendzeltplatz in Reutersbrunn veranstaltet. Als Ausweichquartier diente das CVJM Freizeithaus mit Zeltplatz in Burglesau.

 

 

Weitere Informationen zum Inklusiven Zeltlager gibt es beim Kreisjugendring Haßberge, Promenade 5, 97437 Haßfurt, Tel. 09521 – 610136, www.kjr-has.de. Das Inklusive Zeltlager 2022 findet von 8. bis 17. August statt.

 

Team Inklusives Zeltlager 2021:

Lagerleitung: Nina Brech (München), Dorothee Weißenseel (München)

Küche: Johanna Reinhard (Eisenheim), Ursula Eckert (Ebern)

Zelt-Betreuer*innen: Anna Gebhardt (Knetzgau), Dorothee Mücke (Goßmannsdorf), Elsa Caupert (Goßmannsdort), Julius Kraus (Zeil am Main), Lukas Vogel (Bamberg), Philipp Steinert (Hilpoltstein), Sarah Kennedy (Lendershausen), Sarah Stretz (Oberhaid), Sebastian Kraus (Stralsbach), Simone Reindl (Todtenweisach)

Springer*innen und Helfer*innen: Jonas Erickson (Gädheim), Lea Vogel (Bamberg), Paul Gläser (Untertheres), Paul Petersen (Schweinfurt), Ulrich Schnös (Knetzgau