Ergebnis U18-Bundestagswahl im Landkreis Haßberge

Am 16. und 17. September gaben 292 Jugendliche im Landkreis Haßberge ihre Stimme bei der U18-Bundestagswahl ab. Der KJR führte an der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule Haßfurt, an der Dreiberg Mittelschule Knetzgau, an der Jacob-Curio-Realschule Hofheim und an der Mittelschule Zeil-Sand die U18-Bundestagswahl durch. Unterstützt wurde der KJR vom BDKJ Haßberge und Lehrkräften der vier beteiligten Schulen. Die Kinder und Jugendlichen hatten wie bei der „richtigen“ Bundestagswahl eine Erst- und eine Zweitstimme, die sie vergeben konnten.

 

In Zweierteams führten Susanne Makowski (KJR), Sherry Zipperer (BDKJ Haßberge), Jürgen Krell (KJR), Annette Breunig (KJR), Thomas Wagenhäuser (KJR) und Anja Schneider (KJR Geschäftsstelle) die Wahlen an den Schulen durch. 

Die Ergebnisse wurden von den KJR-Vorstandsmitgliedern Annette Breunig, Caroline Petersen und Jürgen Krell in der KJR-Geschäftsstelle ausgezählt. Alle in den Haßbergen abgegebenen Zweitstimmen sind in die deutschlandweite U18-Bundestagswahl eingeflossen.

 

Erststimme

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorothee Bär (CSU) hat von den Kindern und Jugendlichen im Landkreis Haßberge mit 35,98 % die meisten Erststimmen erhalten. Auf Platz zwei folgen Sabine Dittmar (SPD) und Karl Schenk Graf von Stauffenberg (FDP) mit jeweils 17,15 %. An dritter Stelle stehen Dr. Manuela Rottmann (GRÜNE) und Freia Lippold-Eggen (AfD) mit jeweils 7,53 %. Frank Helmreich (FREIE WÄHLER) erhielt 5,02 % der Stimmen. Alle anderen Kandidat*innen erreichten weniger als 5%.

 

Zweitstimme

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stärkste Partei im Landkreis Haßberge ist auch bei den Zweitstimmen die CSU. Sie hat mit 32,87 % auch hier von den Jugendlichen die meisten Stimmen erhalten. Danach folgen SPD mit 15,22 %, FDP mit 14,53 %, AfD mit 9,69 %, GRÜNE mit 6,23 %, Tierschutzpartei mit 5,19 % und sonstige Parteien mit 16,27 %.

„Die U18-Bundestagswahl 2021 zeigt: Kinder und Jugendliche interessieren sich für Politik und Demokratie und wollen ihre Meinung vertreten“, erklärt Thomas Wagenhäuser, Vorsitzender des Kreisjugendrings Haßberge, der selbst als Wahlleiter bei der U18-Wahl in der Jacob-Curio-Realschule in Hofheim vor Ort war. Gerade in der Corona-Pandemie wurde deutlich, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Interessen und Bedürfnissen von Entscheidungsträgern häufig nicht oder nicht ausreichend wahrgenommen werden.

„Junge Menschen wollen mitgestalten und gehört werden – das beweist Jugendarbeit jeden Tag aufs Neue“, erklärt Eva Pfeil, KJR-Geschäftsführerin. Der KJR Haßberge hofft, dass die Politik die Bedürfnisse junger Menschen nach der U18-Wahl und den Bundestagswahlen 2021 mehr und besser in ihre Entscheidungen einbezieht. Die große Zahl an jungen Wähler*innen bei der U18-Wahl gibt der Forderung des Bayerischen Jugendrings (BJR), das Wahlalter zu senken, neues Gewicht. Bundesweit gab es 2.200 U18-Wahllokale, davon befanden sich knapp 700 in Bayern. Über 70.000 bayerische Jugendliche gaben bei der U18-Wahl ihre Stimme ab, insgesamt nahmen über 261.000 Jugendliche an der Wahl teil.

Das bayern- und auch das deutschlandweite Gesamtergebnis unterscheidet sich von den Wahlergebnissen im Landkreis Haßberge in einigen Punkte deutlich. 

 

 

Bayernweit konnte bei den Zweitstimmen folgende Prozentpunkte erreicht werden: CSU 20,9 %, sonstige Parteien 19,97 %, GRÜNE 18,64 %, SPD 16,71 %, FDP 12,49 %, AfD 5,67 % und DIE LINKE 5,63 %.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die deutschlandweite Auswertung der Zweitstimme fiel folgendermaßen aus: GRÜNE 21,02 %, SPD 19,21 %, CDU/CSU 16,92 %, FDP 12,03 %, sonstige Parteien 11,82 %, DIE LINKE 7,51 %, 5,85 AfD % und Tierschutzpartei 5,65 %.