Feuer, Wasser, Erde, Luft – beim „Inklusiven Zeltlager“ von Kreisjugendring Haßberge (KJR) und Lebenshilfe Haßberge e.V. drehte sich heuer alles um die Elemente.

2023 wurde das Traditionszeltlager von Kreisjugendring Haßberge und Lebenshilfe Haßberge e. V. bereits zum 32. Mal durchgeführt. Zur großen Freude aller Beteiligten konnte es nach dreijähriger Pause erstmals wieder am Jugendzeltplatz in Reutersbrunn bei Ebern stattfinden.

Die 45 Kinder mit und ohne Behinderung wurden bei ihrer Ankunft von Professor WELF (Wasser, Erde, Luft, Feuer) und seinen wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen im Tempel der Elemente am Zeltplatz in Reutersbrunn empfangen. Der Professor erzählte ihnen vom „Buch der Elemente“, seinem Lebenswerk, und verdeutlichte die Wichtigkeit des Buches – da es alle Elemente und damit auch die Welt im Gleichgewicht hält. Noch am selben Abend verschwand das Buch auf mysteriöse Weise, woraufhin die Kinder mit dem Zeltlager-Team durch die Welt der Elemente reisten.

Das Zeltlager-Team hat sich wieder eine Menge für die Kinder einfallen lassen. Schon weit im Voraus wurde das Elemente-Motto und die Geschichte rund um Professor WELF kreativ ausgearbeitet und in abwechslungsreiche Erlebnisse für die teilnehmenden Mädchen und Jungen verpackt. „Das ehrenamtliche Team um Zeltlagerleitung Nina Brech (Kreisjugendring Haßberge) und Jonas Erickson (Lebenshilfe Haßberge e.V.) steckt Jahr für Jahr unglaublich viel Zeit, Herzblut und Engagement in das Inklusive Zeltlager. Alle sind mit voller Begeisterung für die gemeinsame Sache dabei. Die Ideen und Einlagen, selbstgeschriebenen Lieder, Kostüme und Aktionen sind jedes Jahr der Wahnsinn! Alles kommt vom Team, wird eigenständig vorbereitet und für die Kinder umgesetzt.“, schwärmt Eva Pfeil, KJR-Geschäftsführerin und Kreisjugendpflegerin.

„Die Kinder waren auch heuer wieder gefordert und bekamen im Laufe des Zeltlagers verschiedene Aufgaben gestellt.“, verrät Jonas Erickson. Die Aktivitäten beim Inklusiven Zeltlager sind immer so aufgebaut, dass sie nur miteinander gelöst werden können. Beim Lagerspiel konnten die Kinder beispielsweise an sechs verschiedenen Stationen einzelne Vertreter der vier Elemente, wie z.B. Atlas und Terra (Erde), Loki (Feuer) und Aquacsus (Wasser) kennenlernen und mussten miteinander verschiedene Aufgaben lösen. Mit dem Verlust des Buchs geschahen in der Welt der Elemente immer wieder seltsame Dinge, so stand z.B. der Phönix nicht wieder aus der Asche auf (Feuerland), der Strudel im Schwimmbad war kaputt und es regnete am Wandertag (Wasserwelt), der Wind war so stark, dass das selbstgebaute große Windrad mit vereinter Kraft zu Boden gebracht werden musste (Luftwelt) und das Heiligtum des Erdreichs wurde zerstört (Erdwelt). Passend zum Thema war das Wetter sehr wechselhaft – anfangs kalt und feucht, zum Ende hin wurde es dann immer wärmer.

Viele kinder- und jugendgerechte Aktivitäten sorgten während der zehn Tage für eine abwechslungsreiche Zeit: Ein Wandertag zum „Hohlen Stein“ mit Picknick, ein Besuch im Aquariese Bad Staffelstein und im Aquaria in Coburg, verschiedene Workshops und Aktionen passend zum jeweiligen Element, Lagerfeuer mit Gitarre & Gesang, Staudammbauen, Holz haken, Brettspiele, Völkerball-, Wikingerschach- und „Die Werwölfe vom Düsterwald“-Runden, eine Nachtwanderung, ein Langschlaftag, ein Kinoabend und natürlich durfte auch eine Lagerdisco mit Saftbar nicht fehlen. Bei den Kindern kam die tägliche „Zahnbutzbady“ mit Discobeleuchtung und Musik super an. Für den bunten Abend bereiteten die Zeltgruppen eigenständig verschiedene Showacts vor, wie z.B. ein Zeltlagerquiz, eine Showeinlage „Best of Zeltlager 2023“ oder ein Theaterstück „Im Alltag eines Elements“. Ein Highlight war auch der Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Burgpreppach und eines Rettungssanitäters mit seinem Rettungswagen am Zeltplatz.

Löste sich das Rätsel um Professor WELFs Buch der Elemente? „Ja, die Kinder fanden gegen Ende des Zeltlagers heraus, dass die in der Wüste lebende Sahara Sarah das Buch der Elemente gestohlen hat. Sie war der Übermacht des Feuers in ihrer Heimat überdrüssig und hat das Buch entwendet, um das Element Feuer zu regulieren. Da sie allerdings nur Amateur-Elementbeschwörerin war, richtete sie damit allerlei Durcheinander an.“, erklärt Jonas Erickson die weitere Story. Beim Nachtstationslauf machten sich die sechs Zeltgruppen auf den Weg in den Reutersbrunner Wald, um Sahara Sarah zu finden und zu stoppen. Unterwegs begegneten sie u.a. der wissenschaftlichen Mitarbeiterin von Sahara Sarah, mehren Protestklebern, die gegen Sahara Sarahs Verhalten protestierten, Eiswürmern, einem Notar, der mit den Kindern einen Kompromissvorschlag in Form eines Vertrags ausarbeitete, den alle Elemente unterschreiben sollten, dem Element Feuer, welches sich nicht ausreichend wertgeschätzt fühlte, Vertretern des Elements Wasser sowie die sich streitendenden Vertreter der Elemente Luft und Erde. „Am Ende trafen die Kinder im Wald schließlich auf Sahara Sarah, die glücklicherweise überzeugt werden konnte, den Vertrag der Elemente zu akzeptieren, das Buch an Professor WELF zurückzugeben und fortan mit den Elementen zu kooperieren statt gegen sie zu arbeiten. Die Kinder haben also entscheidend dazu beigetragen, die Elemente und damit auch die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.“, fasst Nina Brech den Showdown zusammen.

„Das Besondere am Inklusiven Zeltlager ist, dass Inklusion bei uns voll gelebt wird und wir versuchen allen Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Ein Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung ist für uns selbstverständlich.“, erklärt Jonas Erickson. „Der Leitgedanke des Inklusiven Zeltlagers `Jeder Mensch ist anders und hat seine eigenen Stärken und Schwächen´ wird auch von uns als Team voll gelebt. Wir wollen den Kindern Gemeinschaft und Inklusion vorleben und so für die Teilnehmenden in eine Vorbildrolle schlüpfen.“, unterstreicht Nina Brech. Unterstützung bekommt das Team im Hintergrund von den KJR-Vorstandsmitgliedern Petra Erickson und Caroline Petersen sowie von KJR-Geschäftsführerin Eva Pfeil. Das Zeltlager wird durch den Bayerischen Jugendring aus Mitteln des Bezirks Unterfranken gefördert.

2024 findet das zehntägige Zeltlager mit gelebter Inklusion vom 5. bis 14. August statt. Weitere Informationen zum „Inklusiven Zeltlager“ gibt es beim Kreisjugendring Haßberge, Promenade 5, 97437 Haßfurt, Tel. 09521 610136, www.kjr-has.de.

Team Inklusives Zeltlager 2023:

  • Lagerleitung: Nina Brech (München), Jonas Erickson (Würzburg)
  • Küche: Nicolas Boardman (Knetzgau), Ursula Eckert (Ebern)
  • Zelt-Betreuer:innen: Dorothee Mücke (Goßmannsdorf), Elsa Caupert (Goßmannsdorf), Julius Kraus (Münster), Kerstin Viering (Limbach), Louis Seits (Maroldsweisach), Lukas Vogel (Bamberg), Maya Davey (Haßfurt), Philipp Steinert (Hilpoltstein), Ronja Schmidt (Ebelsbach), Sarah Kennedy (Burgpreppach), Sarah Stretz (Oberhaid), Sebastian Kraus (Stralsbach), Ulrich Schnös (Knetzgau)
  • Springer:innen und Helfer:innen: Benedikt Marks (Ebern), Paul Petersen (Schweinfurt), Paul-Philip Gläser (Untertheres)

Der Kreisjugendring Haßberge des Bayerischen Jugendrings KdÖR setzt sich gemäß seines Leitbildes für die Belange der Kinder und Jugendlichen unseres Landkreises ein. Mehr über uns

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