Zwischen 21. und 29. September gaben 1.332 Jugendliche in elf Wahllokalen ihre Stimme bei der U18-Landtagswahl im Landkreis Haßberge  ab. Der KJR führte an der Jacob-Curio-Realschule Hofheim, an der Mittelschule Zeil-Sand, an der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule Haßfurt, an der Albrecht-Dürer-Mittelschule Haßfurt und der Wallburg Realschule Eltmann die U18-Lantagswahl durch. Unterstützt wurde der KJR von Theresa Fleischmann (Kommunale Jugendarbeit Haßberge) und Lehrkräften der beteiligten Schulen. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen hatten wie bei der „richtigen“ Landtagswahl eine Erst- und eine Zweitstimme, die sie vergeben konnten. Die 858 an den Schulen abgegebenen Stimmzettel wurden von der KJR-Geschäftsstelle und den beteiligten KJR-Vorstandsmitgliedern in der KJR-Geschäftsstelle ausgezählt.

Von den Kooperationspartnern JAM Ebelsbach (Lisa Heil), Jugendzentrum Ebern (Manfred Jung), Jugendtreff Zeil am Main (Michael Bunke), Demokratie Leben (Jennifer Nüsslein) sowie dem Jugendtreff „Dragon“ in Haßfurt (Gerhard Kastner) wurden für diejenigen die nicht am Vormittag an ihren Schulen wählen konnten öffentliche Wahllokale betrieben. 474 der insgesamt 1.332 an der U18-Wahl beteiligten Minderjährigen nutzten diese Möglichkeit und gaben in den öffentlichen Wahllokalen der Kooperationspartner ihre Stimme ab. Alle in den Haßbergen abgegebenen Stimmen sind in die bayernweite U18-Landtagswahl eingeflossen. Im Mehrgenerationenhaus fand zudem am 28.09.2023 eine Wahlparty statt, welche gut besucht wurde.

Erststimme

Steffen Vogel (CSU) hat von den Kindern und Jugendlichen im Landkreis Haßberge mit 42,76 % die meisten Erststimmen erhalten. Auf Platz zwei folgen Daniel Halemba (AfD) mit 15,78 % und Johanna Bamberg-Reinwand (SPD) mit 14,02 %. An vierter Stelle steht Frank Helmerich (FREIE WÄHLER) mit 8 % und Dr. Roland Baumann (GRÜNE) mit 6,86 %. Alle anderen Kandidat:innen erreichten weniger als 5%.

Zweitstimme

Stärkste Partei im Landkreis Haßberge ist auch bei den Zweitstimmen die CSU. Sie hat mit 37,09 % auch hier von den Jugendlichen die meisten Stimmen erhalten. Danach folgen AfD mit 17,93 %, SPD mit 14,71 %, FREIE WÄHLER mit 10,11 %, GRÜNE mit 6,36 %, und sonstige Parteien mit 13,78 %.

„Die große Beteiligung an der U18-Landtagswahl 2023 zeigt: Kinder und Jugendliche interessieren sich für Politik und Demokratie und wollen ihre Meinung vertreten“, erklärt Thomas Wagenhäuser, KJR-Vorsitzender, der selbst als Wahlleiter bei der U18-Wahl in der Jacob-Curio-Realschule in Hofheim vor Ort war. Kinder und Jugendliche werden allerdings mit ihren Interessen und Bedürfnissen von Entscheidungsträgern häufig nach wie vor nicht oder nicht ausreichend wahrgenommen. „Junge Menschen wollen über ihre Zukunft mitentscheiden und gehört werden – das beweist Jugendarbeit jeden Tag aufs Neue“, erklärt Eva Pfeil, KJR-Geschäftsführerin. „Wer politisches Interesse entfachen und erhalten will, muss junge Menschen auch an der politischen Willensbildung teilhaben lassen. Bis zu einer Wahlalterabsenkung bieten wir mit der U18-Wahl jungen Menschen eine attraktive Alternative – und tragen zur politischen Bildung bei.“, ergänzt Caroline Petersen, KJR-Vorstandsmitglied und für das Ressort Jugendpolitik zuständig.

Der KJR Haßberge hofft, dass die Politik die Bedürfnisse junger Menschen nach der Landtagswahl 2023 mehr und besser in ihre Entscheidungen einbezieht. Bayernweit gab es heuer über 600 U18-Wahllokale. In 86 von 91 Stimmkreisen wurde gewählt, rund 60.000 Jugendliche gaben ihre Stimme ab. Bayernweit konnte bei den Zweitstimmen folgende Prozentpunkte erreicht werden: CSU 26,12 %, AfD 14,91 %, SPD 13,74%, GRÜNE 13,29 %, FREIE WÄHLER 9,07 %, FDP 5,86 %, LINKE 4,24 %, Tierschutzpartei 3,89 %, Bayernpartei 2,14 %, Die Partei 1,69 %, ÖDP 1,66 %, die Basis 1,56 %, Volt 0,98 %, V-Partei 0,46 %, Humanisten 0,4 %. Die Ergebnisse für ganz Bayern sowie die einzelnen Stimmkreise können unter www.u18.org/ergebnisse eingesehen werden.

„Das Feedback der Schüler:innen und Lehrkräfte sowie der beteiligten Kooperationspartner mit ihren öffentlichen U18-Wahllokalen war durchweg positiv. Wir freuen uns schon auf die nächste U18-Wahl und hoffen, dass sich noch mehr Schulen, Kooperationspartner und Gruppen aus der Jugendarbeit im Landkreis beteiligen.“, resümiert Thomas Wagenhäuser.

Der Kreisjugendring Haßberge des Bayerischen Jugendrings KdÖR setzt sich gemäß seines Leitbildes für die Belange der Kinder und Jugendlichen unseres Landkreises ein. Mehr über uns

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